Kinderschutz

Leitung: Philipp Wradatsch

ReferentInnen: Stefanie Milz, Anna-Lena Duttenhöffer, Philipp Wradatsch

 

Das Thema “Kindeswohlgefährdung” stellt für alle Fachleute eine besondere Herausforderung dar. Effektiver Kinderschutz wirft heute mehr denn je Fragen auf, die fachlich und strukturell beantwortet werden müssen.

Systemischer Kinderschutz bedeutet in diesem Zusammenhang gerade nicht, die Situation zu bagatellisieren oder unklare Handlungsaufgaben zu geben. Der Schutz der Kinder steht im Vordergrund. Deshalb geht es darum, gerade in nicht eindeutigen Situationen die Familie und somit auch das Kind zu schützen und Veränderung bei den Beteiligten (Helfer, Familie) anzustoßen.

 

Zielgruppe

(Sozial-)pädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Mitarbeiter_innen in Kitas, Schulen, öffentlichen und freien Trägern; Vereinsmitglieder; Systemische Berater_innen

 

Struktur und Inhalte der Fortbildung

Das Ziel eines systemischen Kinderschutzes ist es, mit den Eltern und/oder Helfern noch fehlende Alternativen zu finden und anzubieten. Veränderungen von außen stellen für Familien in schwierigen Lebenslagen eine Verunsicherung dar, die durch eine gemeinsame Lösungsfindung verringert wird. Es wird angestrebt, die Eltern zur Mitarbeit zu gewinnen, auch wenn sie die Angebote zunächst als kränkende Einmischung erleben. Gelingt dies, werden die Kinder weniger Loyalitätskonflikte erleben

 

Bei der Fortbildung geht es um die Schnittstelle zwischen Beurteilen, Handeln und Schützen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden eine Gefährdung unter Einbeziehen verschiedener Faktoren einschätzen können und sich als selbstwirksam und handlungsfähig bzgl. des Themas Kinderschutz auch in der Beratung von Fachkräften erleben.

 

Veränderung aus systemischer Sicht gelingt dadurch, dass

 

  • die Familie in ihrer Dynamik beobachtet wird

  • die Gestaltung der Situation als Lösungsversuch erkannt und anerkannt wird, auch wenn sie destruktiv und schmerzhaft ist

  • die Haltung vermittelt wird, dass die Eltern gerade keine Alternativen zur Verfügung haben, jedoch gute Eltern sein möchten

  • mit diesem Dilemma, gute Eltern sein zu wollen und Schutz des Kindes/Jugendlichen zu gewährleisten, gezielt konfrontiert und gearbeitet wird.

 

Die Module sind nur zusammen buchbar.

Eine begrenzte Platzzahl steht für systemisch ausgebildete KollegInnen zur Verfügung, die auf eine Präsenzzeit der Module 2 und 3 verzichten können, wenn sie ein Zertifikat der Dachverbände SG oder DGSF bzw. das entsprechende WISL Zertifikat vorlegen.

Eine Teilnahme an allen Modulen wird jedoch aufgrund der thematischen Ausrichtung empfohlen.

 

Abschlüsse und Zertifikate

Die Teilnehmenden erhalten eine Bescheinigung, in der die vermittelten Inhalte aufgelistet sind.

Eine Zertifizierungsmöglichkeit zur „insoweit erfahrenen Fachkraft nach § 8 a“ kann durch das Systemwerk RLP erfolgen. Weitere Infos unter www.insofa.de

Kosten der Fortbildung

Gesamtkurs (12 Seminartage): 1.440,00 €

Für systemische Berater_innen, Therapeut_innen und Supervisor_innen (nur Modul 1+4)*: 720,-

 

Seminarort

Die Fortbildungsreihe ist eine Kooperation des WISL mit dem akasa in Neustadt, das von Andreas Kannicht geleitet wird.

Alle Seminare finden im akasa Neustadt statt.

 

Adresse: akasa Seminarhaus: Gipserstraße 15, 67433 Neustadt/Weinstraße

 

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